Die verschiedenen Ausbildungswege für den Führerschein B

Nachdem der Führerscheinanwärter seine theoretische Prüfung bestanden hat, kann er sich für einen Ausbildungsweg seiner Wahl entscheiden, um sich auf die praktische Prüfung vorzubereiten.

Es gibt 3 unterschiedliche Ausbildungswege:

Die freie Begleitung (Provisorischer Führerschein 36 Monate)

Die freie Begleitung steht Jugendlichen offen, die das 17. Lebensjahr vollendet haben. Wenn der Lernende sich für diesen Ausbildungsweg entscheidet, muss er bei seiner Fahrausbildung immer von einer oder zwei Begleitpersonen begleitet werden. Er muss im Besitz des provisorischen Führerscheins ein Fahrpraktikum von mindestens 3 Monaten und höchstens 36 Monaten absolvieren, bevor er seine praktische Fahrprüfung ablegt. Falls er dies wünscht, kann er Kurse in einer anerkannten Fahrschule besuchen, um seine Ausbildung zu vervollständigen. Bevor er die praktische Prüfung ablegen darf, muss er am pädagogischen Termin teilgenommen haben. Ebenso muss jede seiner Begleitpersonen am pädagogischen Termin teilgenommen haben. Es wird eine Bescheinigung ausgestellt, die 5 Jahre lang gültig bleibt. Der Lernende muss ebenfalls den Risikowahrnehmungstest bestanden haben, bevor er die praktische Prüfung ablegt. Es wird empfohlen, im Praktikum mindestens 1.500 km mit dem provisorischen Führerschein gefahren zu sein, bevor man die praktische Prüfung ablegt.

Falls der Lernende dies wünscht, kann er zu einer unabhängigen Fahrausbildung (ohne Begleitperson) wechseln, wenn er bereits 3 Monate Praktikum in freier Begleitung absolviert hat, wenn er den Risikowahrnehmungstest bestanden und das Eignungszertifikat erhalten hat.

Schulung in einer anerkannten Fahrschule (provisorischer Führerschein 18 Monate)

Die Schulung in einer anerkannten Fahrschule ist für Jugendliche, die das 18. Lebensjahr abgeschlossen haben, zugänglich. Wenn der Lernende sich für diesen Ausbildungsweg entscheidet, muss er mindestens 20 Fahrstunden in einer anerkannten Fahrschule absolvieren, bevor das Praktikum beginnen kann.  Er muss einen Eignungstest in einem Prüfzentrum absolvieren, welcher es ihm ermöglicht, nach diesen Fahrstunden ohne Begleitung zu fahren.

Falls der Lernende Inhaber eines gültigen provisorischen Führerscheins 18 Monate oder 36 Monate ist, kann er ein einziges Mal während des Praktikums die Schulungsmethode wechseln und einen provisorischen Führerschein des anderen Modells beantragen. In diesem Fall unterliegt er allen Bedingungen, die für das gewählte Modell gelten. Das bereits mit dem vorigen provisorischen Führerschein durchgeführte Praktikum wird berücksichtigt.

Der Ausbildungsweg des direkten Zugangs

Dieser neue Ausbildungsweg wird ab dem 1. Juli 2018 verfügbar sein. Hierbei kann der Anwärter auf den Führerschein B die praktische Fahrprüfung ohne vorausgehendes Fahrpraktikum ablegen, m. a. W. ohne provisorischen Führerschein, sofern er 30 Stunden Fahrunterricht in einer anerkannten Fahrschule absolviert hat.

Nähere Informationen zu den verschiedenen Ausbildungswegen finden Sie auf der folgenden Website:

http://mobilite.wallonie.be/home/je-suis/un-citoyen/en-voiture/services-et-solutions/permis-de-conduire.html