Eine kurze Einführung

Im Rahmen der 6. Staatsreform wurden die Befugnisse für die Fahrausbildung und die Prüfungen mit Blick auf den Erhalt eines Führerscheins an die Regionen übertragen. Die Wallonische Regierung hat das Reformprojekt der Fahrausbildung für den Führerschein B gebilligt, um die Schulung der Fahranfänger zu verbessern und somit die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Verkehrsunfälle sind weiterhin die Haupttodesursache von jungen Männern zwischen 10 und 29 Jahren und von jungen Frauen zwischen 15 und 19 Jahren. Im Vergleich zu anderen Kategorien von Fahrern haben gerade junge Autofahrer pro gefahrener Kilometer ein höheres Unfallrisiko mit Körperschaden.

Abbildung 1 : Risiko eines Unfalls mit Körperschaden nach Alter und Geschlecht der Autofahrer, Wallonie (2012-2016)

Daher hat die Wallonische Regierung beschlossen, dem Fahranwärter, der sich für die freie Begleitung („freier Zweig“) entscheidet, und seinen Begleitpersonen einen sogenannten pädagogischen Termin aufzuerlegen, um sie über die Komplexität der Aufgabe des Führens eines Fahrzeugs, die Komplexität des Lernens und die Herausforderungen zu informieren.

Dieser Termin kann entweder in einer anerkannten Fahrschule oder über das E-Learning der AWSR wahrgenommen werden. Der Lernende, der sich für die freie Begleitung entschieden hat, sowie jede seiner Begleitpersonen müssen den pädagogischen Termin wahrnehmen. Am Ende dieses Termins erhalten sie eine Bescheinigung, die sie bei der praktischen Prüfung für den Führerschein B im Prüfzentrum vorlegen müssen.